Dehnen vs Beweglichkeit

Wie wichtig ist dehnen wirklich? Wie viel Beweglichkeit ist notwendig? Heute gehen wir all diesen Fragen auf den Grund.

Was ist Beweglichkeit?

Auszug aus Wikipedia: Beweglichkeit ist allgemein das Vermögen, unterschiedliche Stellungen und Haltungen einzunehmen, und kann sich damit auf körperliche oder auf geistige Regungen beziehen. Nach den angenommenen Voraussetzungen lässt sich je die äußere bewegliche Beschaffenheit (extrinsisch) von einer inneren beweglichen Wesensart (intrinsisch) unterscheiden.

Möglich wird Beweglichkeit grundsätzlich über eine Veränderung der Anordnung starrer bzw. festgelegter Elemente zueinander oder durch eine Veränderung elastischer bzw. formbarer Elemente in sich oder mit beidem.“

Auf den Körper bezogen ist es einfach die Möglichkeit bis zur maximalen vom Körper zugelassenen Gelenksentstellung zu gehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Oberschenkel Rückseite. Versucht man sein Bein komplett zu strecken und sich dann Richtung Zehenspitzen zu bewegen, kommen oft viele Menschen schnell an ihre „Schmerzgrenze“. Das liegt daran, dass der Muskel nicht in der Lage ist seine komplette Länge auszunutzen.

Gibt es eine verkürzte Muskulatur?

Die Antwort ist NEIN! Ein Muskel hat immer die gleiche Länge. Das einzige was sich ändert, ist die Möglichkeit des Muskels sich zu „dehnen“.

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Quelle: http://www.sportunterricht.de/lksport/StretchMuskelzustaende.gif

In der Mitte des Bildes sieht man den Dehnungsprozess des Körpers. Je nach Trainingszustand und Widerstandsfähigkeit kann man den Muskel mehr oder weniger dehnen. Man kann das Beispiel an einem Gummiseil gut nachahmen. Ein Gummiseil kann bis zu einen gewissen Punkt gedehnt werden und wird je länger man diesen dehnt, dünner. Die Gesamtlänge des Gummiseils bleibt aber gleich lang. Das gleiche gilt für den Muskel.

Warum sprechen dann immer so viele von verkürzten Muskeln?

Es gibt dafür zwei Gründe. Unwissenheit oder weil es jeder so nennt! Der eigentlich richtige Begriff ist: Bewegungseingeschränkter Muskel. Weil der Muskel gleich lang ist, aber nur in der Bewegung eingeschränkt ist. Diese Einschränkung kommt durch einen Schmerz, welcher der Muskel bzw Körper noch nicht gewohnt ist und dementsprechend sendet er „Schmerzsignale“ an das Gehirn. Dieser zwingt zum Stoppen als „Überlebensinstinkt“ durch Schmerz.

Ist dehnen sinnvoll?

Dehnen ist solange sinnvoll, solange der Körper die „Kontrolle“ über die Gelenkstellung behält. Das klingt jetzt etwas seltsam, aber ich werde es genauer erklären. Wenn man eine Dehnposition einnimmt, sollt man in der Lage sein, diesen aus eigener Kraft wieder zu verlassen, denn dann ist in dieser „Gelenkstellung“ genug Kraft vorhanden, diese Position zu halten oder zu kontrollieren. Ist man nicht in der Lage diese Position selbstständig zu verlassen, ist das Risiko da, dass das Gelenk komplett ungeschützt ist, da keinerlei Spannung im Muskel ist. Ohne Spannung, kann bei gewaltiger externen Einwirkung der Muskel das Gelenk nicht mehr schützen und ist somit „ausgeliefert“. Und wer mag es schon, komplett ausgeliefert zu sein? Dehnen senkt die Muskelspannung und somit die Sicherheit!

Was bedeutet das jetzt genau?

Dehnübungen sollten so gemacht werden, dass man in der Länge auch Kraft einsetzen muss! Dadurch zeigt man den Körper, dass er sich keine Sorgen machen muss, da ja genug Kraft vorhanden ist um das Gelenk zu schützen. Somit hat man schnellere Erfolge und lernt auch Kraft über die gesamte Muskellänge zu benutzten. Die unten gezeigten Übungen können auch ohne Hilfsmittel durchgeführt werden. Die Fle-xx Geräte in diesen Beispielen sind unterstützend und helfen eine korrekte Ausführung zu behalten.

Oberschenkelvorderseite dehnen bei gleichzeitigem Krafteinsatz für optimale Beweglichkeit und Stabilität!

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Quelle: https://www.freiraum-bayreuth.de/files/content/fle-xx/flexx-training-01.jpg

Oberschenkelrückseite dehnen bei gleichzeitigem Krafteinsatz für optimale Beweglichkeit und Stabilität!

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Quelle: https://www.freiraum-bayreuth.de/files/content/fle-xx/flexx-training-08.jpg

Dehnen vs Beweglichkeit

Um zum Abschluss zu kommen das Fazit: Ja Beweglichkeit ist wichtig. Dehnen ist eine Möglichkeit Beweglichkeit zu erwerben. Dennoch ist ein gezieltes Beweglichkeitslängentraining dem klassischen dehnen vorzuziehen. Da beim Dehnen die Muskelspannung reduziert wird, ist dehnen eher zum Entspannen geeignet. Während durch gezieltes Beweglichkeitslängentraining der Muskel neben mehr Beweglichkeit auch zielgerichtete Spannung erhält.

Dehnen = Beweglichkeit ohne Spannung. Herunterfahren, entspannen und lockern.
Beweglichkeitslängentraining =  Beweglichkeit mit Spannung. Stabilität bei gleichzeitiger Gelenkigkeit.

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